écoute-moi

Zum auswendig mitsingen, wer erinnert sich noch? Khaled: Aïcha
(Musikvideo mit französischen/spanischen/arabischen Untertiteln)

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Über Penisse. Kleine Penisse.

Da blätter‘ ich auf bravo.de herum auf der Suche nach einer gängigen Definition von „lesbisch“ (heh.), und finde – Penisse:

„Der Mikropenis! Die wichtigsten Fakten!“

„Keine Angst“, die BRAVO hat sich nicht so weit verfremdet, dass das hier ein empowernder Artikel ist für Menschen mit Mikropenis oder generell eine Reihe zu Intersexualität. Das Wort „Intersexualität“ taucht nicht einmal auf.

Naaain, es geht „selbstverständlich“ um das exakte Gegenteil: Darum, für Leute mit größeren Penissen ein Konzept von „Normalität“ aufzubauen („Sechs Zentimeter sind genau so normal wie 18.“) und „Jungen“/“Männern“ die ANGST davor zu nehmen, dass sie es beim Hetero-Pipi-Mumu-„Sex“™ („Auch ein kurzer Penis kann in die Scheide eingeführt werden und bei einem Mädchen schöne Gefühle auslösen.“) nicht bringen könnten. Menschen mit einem Penis, der tatsächlich kleiner ist als die „Normalität“-by-BRAVO, werden komplett im Regen stehen gelassen – deren „Angst“ ist dann wohl gerechtfertigt, aber für die ist die BRAVO auch garnicht erst da, oder wie?
„Angst, einen Mikropenis zu haben – fast immer zu Unrecht“? Ja, BRAVO: Aber weil Körper SCHÖN und OKAY sind, egal ob sie in Eure Kack-Schablone passen. Und, nebenbei: Eure Vorstellung von „Sex“ ist grottig.*

Torbilanz? Heteronormative Gewalt, Ausschlüsse und Panikmache, wie wir sie seit jeher von Jugendzeitschriften kennen: 1, Informatives zu (Mikro-)Penissen: 0.

Nächste Woche in der Reihe Genitalien Für Alle:

Die Travel-Pussy.

Das Sexspielzeug besteht aus einem Plastikschlauch ähnlich einer Wärmflasche, mit einer 24 cm langen Einstülpung.

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Warum Bi kein Anhängsel schwuler und lesbischer Bewegungen sein kann

Eigentlich ist es ganz einfach: Wir haben andere Probleme als Lesben oder Schwule. Nicht nur, aber auch. Wir sind in einer anderen Position. Wir werden auf andere Weise marginalisiert. Wir haben einen anderen Kampf zu kämpfen. Nicht nur, aber auch. Aber es spricht sich zu langsam herum. Und das an sich ist Teil der monosexistischen Situation.

I. Zur Anschauung: Weiße privilegierte Schwule und monosexistischer Dreck

Case in point:

„I’m not bi-phobic—in fact, I love bisexual people so much, I wish there were more of them“

(via)

Dan Savage.
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Kommentarrichtlinien: Warum zum Henker schreib ich sie überhaupt?

Aus gegebenen Anlässen in mehreren Kommentarthreads hier, und dies meint Menschen, die es an sich gut meinen:

Oh, Leute. Lest doch einfach meine Kommentarrichtlinien – BEVOR Ihr kommentiert:

„Bitte lest bei betroffenen Menschen nach, falls Ihr tatsächlich unsicher seid, was als diskriminierend verstanden wird.“

Das ist nicht schwer.

Von gesellschaftlicher Diskriminierung betroffene Menschen haben bei mir Deutungshoheit über diese Diskriminierung.

Wenn eine halbwegs bedeutende Anzahl von Menschen in einer diskriminierten Gruppe sagt, etwas sei -istisch, dann IST ES DAS. AUS. Keine Debatte darüber, OB „Schlampe“ sexistisch ist, weil es eine coole poly-Gruppe in Marburg gibt, die das reclaimt. Keine Debatte um „ob“.

EINFACH. KEINE. DEBATTE.

Wenn Ihr das „wie“ und „warum“ nicht versteht oder einseht, findet es selber für Euch raus, oder fragt. Höflich. Bescheiden. In wenigen Worten. Mit etwas Glück hat jemand Spaß daran, das zu erklären. Betrachtet diskriminierte Menschen als Spezialist_innen für ihre Diskriminierung. Geht davon aus, dass Ihr keine Ahnung vom Thema habt, und dass es ein riesiger Gefallen ist, den Euch andere tun, wenn sie es Euch erklären. Frag ich Dich, ob Du meinen Kleiderschrank zusammenbaust und das Wohnzimmer fegst? Nein? Warum sollen andere ihre Zeit damit verbringen, Deine rechthaberischen, zeit- und raumfüllenden Ahnunglosigkeiten zu widerlegen?

Spart Euch bitte, bitte die unaufrichtige Haltung, Ihr wolltet ja nur diskutieren. Ihr wollt Recht haben und behalten, und die „klär mich auf“-Haltung heißt nichts als die Weigerung, die bereits überall geleisteten Erklärungen zu lesen und zur Kenntnis zu nehmen.
Wenn Eure Aussage hinausläuft auf Warum soll ich es denn einsehen, wenn Du mich nicht überzeugst? oder
Wenn Dir die Sache wichtig wäre, würdest Du mir das erklären!, schluckt sie besser einfach runter. Nicht nur werde ich sie voraussichtlich nicht veröffentlichen, sondern diese Haltung macht mich wütend wie sonst kaum was.

Fragt Euch, ob Ihr ernsthaft dieser Mensch sein wollt, der Frauen zwingt, in einem speziellen schriftlichen Extra-Essay NUR FÜR EUCH zu beweisen, warum „Schlampe“ nicht geht, oder People of Colour, warum „M*hr“ keine Option ist. Fragt Euch, ob Ihr die Person sein wollt, die die Debatte um Gender_Gap statt Binnen-I damit aufhält, dass Ihr nicht einseht, warum das generische Maskulinum nicht ok ist. Obwohl es schon an tausend Stellen überall im Internet ausgehandelt wurde, aber Ihr wollt es in kleinen Löffeln persönlich gefüttert bekommen, bevor Ihr es einseht*.

Fragt Euch, ob Ihr diskriminierte Leute damit aufhalten wollt, ihnen zu erklären, dass sie keine Ahnung haben, wovon sie reden. Fragt Euch, ob Ihr ernsthaft, wirklich, glauben wollt, dass Ihr es besser wisst als betroffene Menschen.

Wenn Ihr nicht sicher seid, was betroffene Menschen zu einer Sache sagen, sucht im Internet.

Lernt Derailing for Dummies auswendig.

Act like you got some home training.

Check your privilege.

Solange Ihr nichts hiervon einseht, allen voran die Deutungshoheit, veröffentliche ich (außer zu Spaß- oder Demonstrationszwecken) Eure Kommentare nicht. Aus.

 

Nachtrag: Tatsächlich sollen wir es Euch in kleinen Löffeln füttern, während Ihr strampelt und schreit und tretet und uns die Hälfte wieder ins Gesicht spuckt. Und neeeein, dafür bekommen wir nicht Respekt oder Dank oder sowas? Im Gegenteil, wir dürfen froh sein, wenn Ihr nicht wütend auf uns seid deswegen oder verächtlich, während Ihr stolz seid, dass Ihr so toll gekämpft und alles aufgegessen habt.
Millionen strampelnder privilegierter Menschen, die erpresserisch („Wenn Du mich nicht hier und jetzt überzeugst, vertrete ich weiter meine *-istischen Ansichten!“) von den Menschen, die sie vorgeben, nicht diskriminieren zu wollen, nach Belieben Lebenszeit beanspruchen.

Guess what? Ich habe ein eigenes Leben. Andere Menschen haben ein eigenes Leben. Es ist nicht unsere Verantwortung, Eure *-istischen Ansichten zu ändern, und wenn wir keinen Bock haben, JETZT UND HIER, wann immer es Euch beliebt, eine kleine Privatstunde für Euch abzuhalten, sondern statt dessen einen Kaffee trinken gehen, habt Ihr nicht gewonnen und dürft weiter glauben, dass Ihr bei den Guten seid.
Ihr vertretet *-istische Ansichten und benutzt unsere fehlende Bereitschaft, Euch zu hätscheln, als Ausrede dafür.

Ich weiß nicht, wie oft ich manche Diskussionen schon geführt habe. Ich weiß nur, dass es mich all meine Überwindung kosten kann, höflich zu bleiben.
Den letzten weißen männlichen Uni-Dozenten, der eine ad hoc-Überzeugung von mir wollte, um „Studierende“ statt „Studenten“ zu sagen (denn warum sollte er Uni-Publikationen lesen, geschweige denn, sich an sie zu halten), hab ich angebrüllt:
Jede Wette, dass er anschließend noch überzeugter war, im Recht zu sein, und außerdem sagen würde, ich hätte nur meiner Sache geschadet.

Leute, ich habe wirklich, wirklich keine Lust auf Euch.

Prolls und Kampflesben, vereinigt Euch! Was wir eigentlich nie über Bisexualität hören wollten, aber leider den Podcast nicht ausgemacht haben

Eine potentiell ca. hundert-teilige Kommentarserie zum Podcast Was Ihr schon immer über Bisexualität wissen wolltet in Deefs und Paulas Bi-Stammtisch aka Bisexualität.org. Ich bin selber bi/queer/pan/poly, also Mono- und andere Sexismen stecken lassen. Danke.

Zur Einführung: Der grausame Irrtum der prinzipiellen Fluffigkeit der Welt

Viele weitgehend privilegierte Menschen kennen das Problem: Eigentlich war immer alles halbwegs machbar im Leben, vielleicht mal in der 8. Klasse oder der Führerscheinprüfung durchgeflogen – aber plötzlich ist irgendwo was schwierig. Ernsthaft schwierig. Schlimm. Schön, aber kompliziert. Schrecklich. Vielleicht merke ich sogar, dass ich durch die ein oder andere Eigenschaft in unserer Gesellschaft von den meisten Leuten nicht gerade cool gefunden werde, oder dass ich damit dachte, allein zu stehen, aber in Wirklichkeit sind da draußen noch andre, denen es genauso geht?

In diesem Entwicklungsstadium gehöre ich zu der unübersehbaren Menge der Menschen, die in dieser Gesellschaft ein Problem erkannt haben und glauben, dass es der geheime Mittelpunkt der Welt ist – zumindest aber, dass alles andre sonst schon soweit halbwegs nett ist.
In diesem Entwicklungsstadium entwickle ich ein Sendungsbewusstsein, um alle Welt über meine neue wichtige Sache aufzuklären, und andre Leute zu finden, denen es so geht wie mir. Und da ich ein netter Mensch bin, und glaube, dass schon alles prinzipiell okay ist, hier bei uns, mache ich mir nicht groß Sorgen, dass ich da was falsch machen könnte.

Das ist, wie viele von uns nach dem ersten Entdeckungstaumel feststellen mussten, ein grausamer Irrtum. Tatsächlich ist es so, dass – VORSICHT SPOILER – die Welt nicht nur insgesamt komplett ungerecht ist, sondern auch alle von uns ständig aktiv diese Ungerechtigkeit fortführen. Unpolitisch und neutral, liebe Leute, gildet nicht und gibt es nicht. (Verdammt, ich kann nicht glauben, dass ich das schreibe.)

So, persönliches Bekenntnis: Ich bin eecht, echt froh, dass ich vor zehn, fünfzehn Jahren keinen Blog hatte. Das mit dem Internet ist fies – ich bin sicher, dass ich in zehn Jahren unter den Tisch krieche bei dem Gedanken, was ich momentan veröffentliche, aber: Vor zehn, fünfzehn Jahren war es schlimmer. Echt. Ihr wollt es nicht wissen. Also, Verständnis vorhanden für Entwicklungen in Persönlichkeit und politischer oder gesellschaftlicher Erkenntnis, aber: Scheiße ist dadurch trotzdem scheiße.

Teil 1: Hippe urbane Menschen und ihre Feind_innen

Zur Sache.
Dieser Teil: Okaye und nicht okaye Vokabeln für Leute, die ich doof finde.

„Proll“ ist, alle meine lieben co-ex-bürgerlichen Kinder, die jetzt eine hippe (Jung-)Erwachsenenzeit durchleben und ihre erste eigene Diskriminierung entdecken: KEIN. OKAYES. SCHIMPFWORT.

Ich habe das früher verwendet. Ich schäme mich jetzt dafür. Fuck, es tut mir leid.

Es ist, anders als Ihr vielleicht jetzt dachtet, nicht so ein Wort, was man schick verwenden kann, wenn man grad die Nase über jemand mit den falschen Klamotten und der falschen Sprache rümpft, und es ist einfach nur ein Ausdruck davon, dass Ihr cool seid und die andre Person uncool. Es handelt sich um, bitte mitschreiben, ein klassistisches Schimpfwort, das Menschen abwertet, die weniger materielles Privileg haben in dieser Gesellschaft als ihr. Das Wort kommt, lest es nach (aber Ihr wisst es ja auch aus Eurer Gymnasialzeit, richtig?), direkt von der Bezeichnung für die unterste gesellschaftliche Schicht im antiken Rom, der Besitzlosen.

Ein kleiner Moment der wikipedia, Fettdruck von mir:

Heute wird Prolet – in einer weiteren Verkürzung auch Proll oder Prolo – umgangssprachlich als abwertende Bezeichnung verwendet für Menschen, deren Umgangsformen und Lebensstil als unkultiviert empfunden werden. Damit findet eine Bedeutungsverschiebung statt von „Angehöriger des Proletariats“ in Richtung „Angehöriger des Pöbels“, und somit eine Verstärkung der abwertend-diskriminierenden Konnotation.

Es gibt, meines anekdotischen Wissens, hier und da reclaiming-Ansätze, von im Gegensatz zu Euch tatsächlich coolen Leuten, die das Wort als Selbstbezeichnung nutzen. Aber wenn Ihr es in der üblichen Bedeutung verwendet? Seid Ihr einfach nur scheiße. Es tut mir leid, das jetzt so sagen zu müssen.

Hippe urbane Alternativkulturkinder dieser re:publica: Ihr wollt doch ein bisschen links wirken, oder? Nicht zu sehr, aber schon irgendwie so, dass Ihr nicht zu den Spießern gezählt werdet? Vermutlich seid Ihr sogar bei den Grünen oder so.

Also, Tipp des Tages? Die Verwendung des Wortes „Proll“ oder „prollig“ in abwertender Bedeutung macht Euch zum Klassenfeind klassistischen Menschen.

Danke.

Nachtrag:
Okay, die Verwendung des Begriffs „Klassenfeind“ war ziemlich daneben. Nicht weil es ein fieser persönlicher Angriff wäre in der Art, wie StefanMz es nahelegt; Diskriminierende Sprache bleibt diskriminierend. Sondern weil die analytische marxistische Verwendung, die ich meinte, eine andere Sache ist als die in UdSSR oder DDR praktizierte politische Verfolgung von Menschen, und letzteres viel eher die geläufige Verwendung ist. Nicht witzig. Westprivileg. Ich Arsch. Verzeihung.

Iiiih Stöckelschuhe

Attacking femaleness, deriding ‘girly stuff’ and rolling your eyes at ‘women’s issues,’ declaring yourself a ‘tomboy’ who gets along better with men because women are silly or pretty or whatever – these are expressions of internalised sexism. If that’s the way you feel about your own sex you’ll be doomed to feel inferior no matter what you achieve in life.

Emily Maguire, “Female Chauvinist Pigs: Women and the Rise of Raunch Culture 2010 Edition.”

Via Rachel Hills via Rachel Rabbit White*

*guter Artikel! Gut Gut! Zu „Owning your Gender Role or The Thing that No one Tells You about Coming Out“ – zum Hinterfragen der eigenen Genderrolle (un)abhängig von sexueller Orientierung.  Weil ja, warum wird hetera-weiblich automatisch als femme normalisiert und idealisiert? Warum fragt sich keine, ob sie vielleicht eher eine Butch-Hetera ist? In meinen Hetero-Beziehungen war das wichtig! Warum wird die Genderrollenfrage automatisch in die Buchstabensuppe (LBTQQA … vergess ich was?) geworfen?

Flip Flap

Ooooh ooh ooooh ich bin sehr glücklich, denn ich hab‘ ein Geschenk bekommen!

Seht her:

Eine Flip Flap-Sonnenblume

Bild: Eine Flip Flap – Plastiksonnenblume in einem Plastiktöpfchen. In der Plastikerde ist eine kleine Solarzelle eingebettet.

Sie steht in ihrem kleinen roten Plastiktopf auf meinem kleinen Balkon in der Sonne und wackelt, hin und her und hin und her und hin und her …

Und wer dabei an die Grünen denkt, hat wirklich wieder garnichts verstanden:

Video: Ausschnitt aus dem Computerspiel „Plants vs. Zombies“ (Bobsled Bonanza-Minigame). Mit dabei: wackelnde Sonnenblumen.

Und jetzt muss ich das wieder vier Wochen spielen.

Who died and made YOU Menschenrechtsverteidigung?

via Muslimah Media Watch, das neueste Bild aus der Reihe „Eimer! Ich muss kotzen“:

Werbeplakat der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte. Eine Frau in Burka zwischen gleichfarbigen MüllsäckenBild: Werbeplakat der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte. Eine Frau in Burka zwischen gleichfarbigen Müllsäcken.
Bildunterschrift: Unterdrückte Frauen werden leicht übersehen. Unterstützen Sie uns im Kampf für ihre Rechte. http://www.igfm.de

Und wer seid Ihr, bitte, http://www.igfm.de, dass ihr für die Rechte von Frauen in bunten Tüchern „kämpft“?

Homepage der IGFM, „Wer“ ist die IGFM:

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Die Mitglieder sind es, die diesen Verein mit Leben füllen. In der deutschen Sektion sind das zur Zeit ca. 3.000 Personen, Schüler wie Lehrer, Studenten, Professoren, Ärzte, Journalisten, Rentner, Juristen, Angestellte, kurz: Menschen aus (fast) allen Berufsgruppen aus ganz Deutschland. Zu den Mitgliedern gehören auch ehemalige politische Gefangene, die unter der Herrschaft der SED oder der Nationalsozialisten inhaftiert waren. Eine wichtige Arbeit leisten z.B. auch Sinologen, Islamwissenschaftler und andere Mitglieder, die bestimmte Sprachen, Länder und Kulturen gut kennen.

Ist klar (na, wenigstens keine Frauen dabei, harr harr), und auch, zu welchen Schlüssen Eure „Islamwissenschaftler“ generell so kommen, wenn wir von dem im Seitenheader verankerten Bild schließen dürfen,

Eine Frau blickt gerade nach vorn, ihr Gesicht verhüllt durch einen Niqab. In der Öffnung des Niqab befinden sich Gitterstäbe.
Bild: Eine Frau blickt gerade nach vorn, ihr Gesicht verhüllt durch einen Niqab. In der Öffnung des Niqab befinden sich Gitterstäbe.

Das dürfte erklären, warum Euer großartiges Engagement für „Menschenrechte“ sich quer durch alle Beiträge auf der Seite so auffällig als Islambekämpfung darstellt, aber NEIN NEIN WIRKLICH ich bin überzeugt, „bestimmte Sprachen, Länder und Kulturen“ werden von Euch selbstbestimmt und differenziert dargestellt dank der professionellen Auskenner in euren Reihen.

Vielleicht nennen wir das Ganze aber auch eher, „Verbreitung rassistischer Stereotype als Menschenrechtskampagne“? Samt angemaßter Verteidigung von „Frauenrechten“? Weil, das wäre ja was ganz Neues (via der braune mob).

Liebe IGFM, ihr wollt ernsthaft die Welt ein kleines bisschen besser machen? Dann kann ich die Selbstauflösung Eures Vereins vorschlagen.
Alternativ vielleicht das Einführen von Respekt für Menschen und ihr Recht darauf, ihre Probleme selbst definieren zu dürfen, aber das scheint Eurem Selbstverständnis nun wirklich diametral entgegenzulaufen.

Liebe Regierung: Bitte die Gemeinnützigkeit aberkennen. Danke.

Nachtrag: Zum Weiterlesen über das Wirken und die personellen Verflechtungen in der IGFM gibt es einen interessanten Beitrag zu einer Kontroverse um einen geplanten Gastbeitrag eines IGFM-Sprechers bei einem Kongress des Bundesarbeitskreises kritischer Juragruppen (BAKJ) 2003 im Forum Recht Online. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass die IGFM nicht als

„eine Organisation revanchistischer und faschistischer Prägung, deren strukturelle Vernetzung und personelle Verflechtung von ultrarechten Gruppierungen wie der Pan-Europa-Union, dem Witiko-Bund… bis zur rechtsextremistischen Wehrsportgruppe Hoffmann reicht“

bezeichnet werden darf, muss allerdings sagen, dass es für mich trotz fehlender Detailinformationen erstaunlich ist, wie mensch auch nur nach dem Lesen der Webseite auf die Idee kommen konnte, jemand von diesem Club zu einem linken kritischen Kongress einzuladen. Aber vielleicht haben sie ja seit 2003 ihren Internetauftritt von den pi-news aufpolieren lassen.

Nachtrag 2: Zu meinem „erstaunlich finden“ im ersten Nachtrag – Ich habe gestern Minuten gebraucht, um das Adjektiv in die Tastatur zu bekommen, siehe dieser Kommentar, Grund: What Tami Said. Ich hab von linken Veranstaltungen und linken Zeitungen schon einiges erlebt, und Konfrontationen wie die zwischen Lisa S. und BAKJ sind mir auch aus eigener Erfahrung nicht gerade neu. Trotzdem hab ich das Wort hingeschrieben, ist ja nur ein Nachtrag, find‘ grad nichts Besseres, etwas stimmt es ja auch schon … FALSCH. Bitte auf der braune mob weiterlesen zu Verdächtiges Staunen: “Den Rassismus ernst nehmen” – Newsletter des Freundeskreis Tambacounda. Was soll ich sagen – das angemessene Wort wäre „typisch“ gewesen. SORRY. Danke fürs Erinnern.

Betrunkene Arschlöcher feiern Junggesellenabschied im öffentlichen Nahverkehr

Bin ich spießig, wenn ich nicht will, dass Heterosexuelle ihr Privatleben in aller Öffentlichkeit austragen?
Gerade dieses Dauervereinigungsritual, auf das sie aus unerfindlichen Gründen so stolz sind, dass sie nicht wollen, dass es irgendwer nachmacht?

Vorab muss ich dazu sagen: Ich bin wirklich nicht heterophob.

HEY! Wirklich nicht!

Ich habe viele Freunde und Freundinnen, die heterosexuell sind. Ich finde zwar manches übertrieben – zum Beispiel die aufgesetzt und künstlich wirkende Mackerhaftigkeit vieler heterosexueller Männer, die, ich kann mir nicht helfen, doch manchmal eher unnatürlich und abstoßend auf mich wirkt. Und ich muss vielleicht nicht unbedingt zuschauen, wenn sich eine Frau und ein Mann vor aller Augen, äh, küssen. Aber viele Heterosexuelle sind im Grunde genommen wirklich sehr nette Leute. Um ganz ehrlich zu sein: Auch ich bin eine grobe, aber für die Meisten klar erkennbare Annäherung daran, was Leute unter „Frau“ verstehen, und wenn das auch vielleicht das IOC nicht finden würde, so hat sich doch noch keiner beschwert von den Reihen von, und jetzt kommt’s, Männern, mit denen ich Sex hatte. Ja, auch ich habe Sex mit Männern. Auch ich bin (oft) heterosexuell.

Aber ich möchte auch, dass diese Art zu leben toleriert wird. Und dazu müssen wir uns an die restliche Gesellschaft anpassen.

Was ich meine?
Vielleicht ein kleiner Test.

Frage: Welches Verhalten wird von vielen Menschen in einem Nahverkehrszug als unhöflich, aufdringlich und/oder unappetitlich empfunden?

Mögliche Antworten:
Weiterlesen

Ich bin nicht Euer Anti-Ismus-Ticket.

Verehrte, gemochte, interessierte und/oder unbekannte Leser_innen!

Ich schreibe Kram aus einer persönlich geprägten, Weißen, hetero-, mono- und „nur“ sexistisch diskriminierten Perspektive von jemand mit Klassenprivileg, einem nicht wesentlich behinderten Körper und einer psychischen Störung. Das alles sind keine Eigenschaften, mit denen ich mich in jedem Fall oder freiwillig identifiziere, aber es sind Eigenschaften, die meine Wahrnehmung und die Texte hier prägen.

Ihr wollt was über Rassismus wissen?

FRAGT VON RASSISMUS BETROFFENE MENSCHEN.

Ihr wollt was über das Leben mit (anderen) Behinderungen wissen, oder wie Klassismus sich auf das Leben bei uns auswirkt?

LEST DAS WOANDERS NACH.

Fangt bei meiner Blogroll an, wenn Ihr keine anderen Seiten kennt. Und sucht von da aus weiter.

Ich bin vor kurzem wirklich erschrocken, als ein_e Freund_in meinte, ich würde ja immer so viel schreiben und erzählen, dass sie_er die ganzen Blogs nicht noch selber lesen müsste, die ich da verlinke.

Woo hoo.

Das heißt, ich nehme in diesem Fall mit diesem Blog effektiv anderen marginalisierten Stimmen den Platz weg.
Das denkbare Gegenargument „ich würde das ja sonst auch nicht lesen“ verschleiert das nur: In diesem Fall sorge ich sogar noch dafür, dass aufgrund des Desinteresses kein schlechtes Gewissen aufkommen wird.

Noch nie hat mich etwas so sehr dazu gebracht, daran zu zweifeln, ob ich wirklich bloggen sollte.

Freue ich mich, dass es männliche Antisexisten gibt?
Ja.
Freue ich mich auch dann noch, wenn der männliche Antisexist direkt neben mir steht, und der Typ mit der sexistischen Bemerkung vorhin mich nichtmal mit dem Arsch anschaut (UGH hysterische Kampfemanze), aber an den Lippen des charismatischen, entspannten, klugen Antisexisten neben mir hängt, der 70% seiner Gedanken in diesem Bereich von mir hat?
NEIN.

Ich schreibe über -Ismen, weil ich es schrecklich finde, was sie aus unser aller Leben machen. Ich schreibe das aus meiner beschränkten Perspektive.
Ich schreibe das alles NICHT, damit Leute sich bei mir ihr gutes soziales Gewissen für diesen Tag abholen können.

Ende.