SILENT MOB

Dies ist die Pressemitteilung von Schweigen gegen das Schweigen, die ich hier nur abdrucke – mit meinem Dank und Respekt für die Autor_innen, die Organisator_innen und alle, die sonst daran teilhatten und -haben.

BUNDESWEITER SILENTMOB am 26.11.2011 um 13 Uhr in mehreren deutschen Städten

Ein positives Zeichen für Respekt, Solidarität und Demokratie und gegen die schweigende Mehrheit in Deutschland, die verstehen muss, dass Rassismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben darf.

Am Samstag, den 26.11.2011 findet um 13 Uhr in mehreren deutschen Städten ein „Silentmob“ für die Opfer von rechtsextremer Gewalt statt. Auslöser für diese Aktion ist das Gedenken an die Opfer der Zwickauer Terrorzelle, das auch an alle weiteren Opfer rechter Gewalt erinnert. Die Geschehnisse haben insbesondere unter Online-AktivistInnen eine Welle der Empörung ausgelöst.

In einer entmenschlichenden Sprache wurde über die verstorbenen Deutschen mit Migrationsgeschichte (und mit Deutschen sind alle gemeint, die in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt haben und nicht nur deutsche Staatsbürger sind) berichtet und eine Perspektive auf diese Menschen gezeigt, die die Opfer und deren Angehörige über Jahre hinweg kriminalisierte. So wurde den Opfern dadurch auch die letzte Ehre genommen. Auch daher fühlt sich „Schweigen gegen das Schweigen“ verpflichtet, den Angehörigen zur Seite zu stehen.
Die sprachliche Misere, welche sich an dem unsäglichen Begriff der „Dönermorde“ zeigt – die Geschehnisse um den Mord an Marwa El Sherbini wurden in den Medien zum Teil als „Mord wegen Schaukel“ betitelt – verdeutlicht, wie sehr ein alltäglicher Rassismus in den Köpfen der gesamten Gesellschaft vorherrscht. Jeder Einzelne soll sich kritisch mit seinen Gedankenstrukturen auseinandersetzen.

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Fremdouten, Facebook edition

(wo ist das Format „Rant“?)

Okay, Leute, die mich aus dem meatspace und mit meinem Kreditkartennamen kennen?

ES HAT EINEN GRUND, WARUM ICH DIESEN BLOG UNTER EINEM PSEUDONYM SCHREIBE.

Wie bei Vielen ist es so, dass für mich, zumindest bei manchen Aspekten, dieser Name der „echte“ ist – unter anderem deswegen habe ich mich damit bei Facebook angemeldet und angefangen, den Account so halb zu benutzen.
Ich nutze diesen Namen und diesen Raum, um das Persönliche, MEIN Persönliches, politisch zu machen, an einem Ort, der bewusst NICHT das Umfeld ist, in dem das alles unmittelbare soziale Konsequenzen hat. Ich schreibe über meine Sexualität, meine Behinderung(en), meine Beziehung, meine politischen Ansichten. Das war und ist, unglaublich wichtig, und EMPOWERND, für mich, weil ich diese Freiheit, einfach nur über mich und mein Leben nachzudenken und zu sprechen, ICH ZU SEIN, in unsrer schönen kyriarchischen Gesellschaft nur sehr eingeschränkt habe.

Auch wenn das alles unter den Menschen, die mich gut kennen, mehr oder weniger bekannt ist, gibt es viele Menschen und viele Kontexte (insbesondere fucking PREDATORY politische Kontexte), in denen ich diesen Kram nicht haben will.

Ihr Leute, die mich aus dem politischen meatspace kennt: WAS, glaubt ihr, passiert, wenn ALLE WISSEN, [Person] aus [politischer Kontext] schreibt einen SUPER PERSÖNLICHEN Blog? Oh, und einen POLITISCHEN BLOG?

Eine Menge von Menschen, die mich in der größeren Konsensrealität kennen, wissen von diesem Blog hier, und, liebe Güte, das Ganze ist nicht GEHEIM!!1 ™, mich kennen Leute als Kiturak aus WoW und meatspace, mit denen ich Mühe hätte, für fünf Minuten ein Gespräch zu führen. Aber es ist bisher ein Blog gewesen, von dessen Existenz nicht viele meiner losen und loseren Bekannten aus dem staatlich sanktionierten Leben wussten, den nur die gelesen haben, die es wirklich interessiert hat – statt dessen habe ich über diesen Weg viele viele andere Menschen kennengelernt.

Jetzt meld ich mich bei facebook an und ZWEI TAGE SPÄTER bin ich mitten im fiesesten persönlichen Stress, weil über die coole „Freunde vorschlagen“-oder-whatever-Funktion jetzt an die zwei Millionen Leute, die mich zu ca. 3/4 überhaupt kennen (ok, etwa 20) wissen, dass es Kiturak Anderswo gibt, die [soundso] kennt, und zu denen ich mich jetzt irgendwie verhalten muss.

FFS, warum schreib ich denn über die nym wars?

The people who most heavily rely on pseudonyms in online spaces are those who are most marginalized by systems of power. “Real names” policies aren’t empowering; they’re an authoritarian assertion of power over vulnerable people.

danah boyd

Bitte lest GRÜNDLICH, vielleicht zweimal hintereinander die Liste Who is harmed by a „Real Names“ policy durch.

Und dann stellt Euch Folgendes vor:
Ihr habt drei oder vier Leute zu Euch eingeladen, um Brettspiele zu spielen.
ALLE DIESE LEUTE rufen ALLE EURE ANDEREN FREUND_INNEN UND BEKANNTEN an, und noch ca. halb so viele Unbekannte dazu, und fragen sie, ob sie auch Lust hätten zu kommen?
Und die Hälfte dieser Leute ruft dann bei Euch an und fragt, ob sie auch kommen können.
Und jetzt denkt Euch dazu, statt des Brettspielabends ist es eine „ich OUTE MICH als bi, poly, behindert, Kampflesbe-Feminazi, und eine Reihe anderer Sachen“-Party.

Okay?
Ich weiß, es ist NUR EINE BLÖDE AUTOMATISCHE FACEBOOK-Funktion, und ich WUSSTE, DASS MICH FACEBOOK NERVEN WÜRDE.
Ich wusste nur nicht, wie sehr, und wie unmittelbar.

Ich habe diesen Raum für mich gebraucht, ich will ihn behalten, und ich verzichte lieber auf eine fancy soziale Plattform.
Und ich bin sauer.

Hass ist keine Geisteskrankheit

The fact is, people who have spent a large amount of time arguing that “homophobia” is an irreplaceable term are either willfully ignorant or simply frustrated that none of the new suggestions—even though all of them harken back to bigotry or hatred—can convey the stigma that “lol you’re crazy” can.

Bigotry is Not A Mental Illness, „Needing“ the Term „Homophobia“ and Other Ways to Equate Mental Illness with Violence

Ergänzung: Das ist ein viellleeeiiicht ein wenig polemischer Kommentar in einer sehr wichtigen Diskussion um den Gebrauch von „-phobia“, was Hass und Diskriminierung verschiedener Gruppen angeht. Natürlich konnte ich nicht widerstehen, aber ein vielleicht sinnvollerer Artikel zum Einstieg ist „Why you shouldn’t conflate bigotry and phobia“ von Emily Emily Emily.

Da es in den Kommentaren schon thematisiert wurde, möchte ich das Thema hier nochmal für alle sichtbar machen:

Ich möchte Euch bitten, hier auf diejenigen -phobie-Begriffe zu verzichten, die Hass und/oder Diskriminierung bezeichnen. Sie lassen sich meist ganz einfach durch entsprechenden -ismus-Begriffe ersetzen (Heterosexismus statt Homophobie, Cissexismus statt Transphobie, Monosexismus statt Biphobie, etc.), aber auch andere Begriffe wie „Heterosupremacy“ und viele mehr existieren.

Die -phobie-Begriffe für etwas anderes als tatsächliche Phobien zu verwenden, ist aus verschiedenen Gründen ableistisch – und, behaupte ich, auch sonst nicht besonders hilfreich.

Der Blog „Bigotry is Not A Mental Illness“ widmet sich der gesamten Diskussion:

We are a group of trans*, queer, disabled SJ activists with phobias. These phobias do not make us bigots, and we’re tired of debating the issue. This is the place that we’ve taken our „-phobia language“ debate, to deal with as we have the spoons.

Ich kann Texte aus dem Englischen jederzeit gern übersetzen.
Bitte gebt Bescheid, wenn Euch das Thema interessiert, Ihr aber mit den Artikeln nichts anfangen könnt, weil sie auf Englisch sind. Ich kann den gesamten Blog nur empfehlen, es gibt ohnehin nicht sehr viele Artikel, und ich habe unglaublich viel gelernt.

Nachtrag: (Diese Nachträge hier immer!) Bevor jemand fragt: Ja, ich hab‘ die Begriffe selbst „ganz normal“ verwendet, auch hier, und es tut mir leid! Ich werd‘ das ersetzen, aber es dauert etwas, bis ich da durch bin.
Das war eben der Punkt – ich bin selbst erst darauf aufmerksam gemacht worden durch einen vorwitzigen Kommentator, der mir meine eigene neue Lieblingsbloggerin um die Ohren gehauen hat (Danke Uli!), hab eingesehen, dass das Mist war, und ändere es jetzt.
Das ist das Konzept.

Auf die Bank

Despite all the historic and ongoing treatment of men of color as menaces to White womanhood, feminists of color usually have no problem pulling a brother’s coattails when he comes for you, but y’all kinda drag your feet when a White woman does the same to us or our men. And that high school tactic of pleading, “It wasn’t me” doesn’t suffice. I don’t mean to get all vanguardist on y’all, but how about you bench these chicks when they come out of pocket? Seriously, where is the discipline in this movement? I’m not saying to immediately show her the door (although that just might be appropriate on occasion.) Struggle with her if you must, but there has to be serious and immediate consequences for racist behavior even if it’s sending homegirl to an intersectionality boot camp.

Sofia Quintero/ Black Artemis: They’re Going to Laugh at You: White Women, Betrayal, and the N-Word via racialicious

Nachtrag:
Das steht hier als eine Art Selbstverpflichtung für mich als Weiße. Aber auch als Erklärung dafür, warum mir in eigener Sache gern mal der Hut hochgeht, wenn die Bewegungen, die mich so gern für Slutwalks, CSDs und dergleichen rekrutieren wollen, sich einen Dreck darum scheren, dass ihr Umfeld mich nicht gerade willkommen heißt.

Nachtrag 2: Liebe Güte, war das prophetisch. Wer den Nerv für cissexistische hate speech hat, kann bei Luise F. Pusch eine kleine Demonstration davon finden, wie Feminist_innen sich im Zweifelsfall gern auf die Seite der Unterdrücker_innen stellen, solange es keine Unterdrückung ist, unter der sie selbst leiden.

Born Questioning

Eine schöne Diskussion um die tägliche Heteronormativität hat neulich ein auf der Mädchenmannschaft verlinktes Video von Chris Baker und Travis Nuckolls ausgelöst. Magda fragt mit den Interviewern: „Wann hast Du Dich entschieden, hetero zu sein?“:

Neben vielen biologistischen Erklärungsversuchen oder solchen, die Homosexualität als „life style“ verorten, kommt beim Thema Heterosexualität eher größere Verwirrung auf: Es wirkt so, als mussten sich die Befragten noch nie Gedanken um ihre eigene Sexualität machen. Der Fokus liegt zur Abwechslung mal nicht auf „der Homosexualität“ und „den Homosexuellen“, sondern auf heterosexuellem Begehren. Die Verwirrung wundert nicht: Heterosexualität wird ja auch nicht ständig mit Theorien belegt. Das Video stellt da einen interessanten Perspektivwechsel dar.

und erklärt das Problematische der Frage „Wann wusstest du, dass“, auch wenn es einen Unterschied gebe zu „Wann hast du dich dafür entschieden“:

Aber auch das Stellen der Frage hängt für mich vom Kontext ab. Klar wird so eine Frage im intimen Freund_innenschaft durchaus gestellt, weil mensch sich gut kennt und interessiert ist am Intimleben der Freundin. Aber sie würde (zumindest hoffentlich) nicht so plakativ gestellt werden wie oben beschrieben. Solche Fragen werden aber auch oft von Menschen gestellt, die einfach nur wahnsinnig neugierig sind, obwohl sie die Befragten nur flüchtig kennen. Denn das Intimleben derjenigen, die von der Norm abweichen, scheinen immer eins mehr öffentliches Gut zu sein und erleben öfter einen Rechtfertigungszwang.

So weit, so richtig.
Ich find die Aktion trotzdem daneben.

Warum?
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Fremde Federn rupfen

„Some of us are trying to have a civilization here“

Dieser schicke Spruch ist keinen Zentimeter hoch auf meinem Mist gewachsen!

Ich hätte, als ich es da hingesetzt habe, auch eine_n Autor_in dazugesetzt (als ich die Blog-Untertitelfunktion zuerst entdeckt habe, hab‘ ich dort je nach Laune zufälligen Kram hingeschrieben – kann jederzeit wieder so werden. „Immer nur meckern“ ist ein super Motto für jeden Tag!), es gibt aber tatsächlich zwei Quellen dafür, und ich konnte mich nicht entscheiden.
Da es auf Englisch hier steht und ich niemals auf Englisch hier schreibe, dachte ich, das ist ohnehin als Nicht Von Mir erkennbar – wer es lustig findet, wird es im Netz suchen, überhaupt, Bloguntertitel? von den sieben Leuten, die hier lesen, sehen das zwei (case in point: Mein Mensch für jeden Tag ™ hatte den bis heut nicht bemerkt).

Da diese Schönheit von Spruch sich aber festzusetzen scheint (ich mag ihn so gern!), und nicht nur tatsächlich geschätzt wird, sondern in mir allmählich der Verdacht Gestalt annimmt, Leute schreiben ihn mir zu (aaaaahhh!!), ist aber langsam ein Quellenverweis fällig.

Quelle Nr. 1!

Der großartige Webcomic Templar, Arizona, den ihr alle nicht lest. ICH SEHE DAS. Er ist in meiner Blogroll!

Dort heißt es „We are trying to have a Civilization here“ und ist ein politisches Motto der Templar Social Hygiene Coalition – BECAUSE YOU ARE SUPPOSED TO DO THAT.

Das fand ich großartig und hab den Spruch für den Blog nochmal gegoogelt (Weil ich die genaue Stelle nicht mehr auf Anhieb gefunden hatte, vermutlich), und stieß so auf

Quelle Nr. 2:

Seinfeld.

Jerry: So, how’s the fornicating gourmet?

George: Doing quite well, thank you. Yesterday I had a soft boiled egg and a quickie. You know what? If I could add TV to the equation, that would really be the ultimate.

Jerry: George, we’re trying to have a civilization here.

Das ist gleich eine ganz andere Bedeutung, und es ist zehn Jahre älter.
Damals hab ich den Spruch aber auf wikipedia gefunden, wo er den Wortlaut hatte, wie ich ihn verwende, „Some of us“.
Ich habe wirklich keine Ahnung, ob Spike den Seinfeld-Spruch kannte oder nicht – auf jeden Fall mochte ich die Mehrdeutigkeit des Mottos, und konnte mich nicht für eine der beiden Quellen entscheiden. Die Spike-Formulierung ist sehr festgelegt auf die Tut Was Man Euch Sagt-Aussage, während die some of us-Formulierung zwar offener ist, aber der Spruch im Originalkontext recht plump. Ich bräuchte also den Wortlaut von Seinfeld und die feinen kleinen Nuancen aus Templar, Arizona.

Kurz, es war gräßlich kompliziert, ich dachte, steht hier eh nur zwei Wochen, liest kein Schwein, Leute solln selbst mal Sachen suchen.

Hiermit hoffentlich berichtigt:
some of us are trying to have a civilization here – Seinfeld/Templar, Arizona

Gut so?

Von wegen reaktionäre Kulturwüste: Deutschland gewinnt Realsatire-Preis!

Deniz Yücel wurde mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet.

Das ist kein Witz!
Warum haben wir das nicht kommen sehen?

In der Verlegenheit, ohne den geringsten Sinn für Humor, Selbstkritik, oder lebendige politische Aussagen in der internationalen Kulturindustrie mitmachen zu können, werden in Deutschland von zuständigen Gremien üblicherweise Herrenwitze in der Tradition der 1950er Jahre handverlesen, gesammelt, als „Kabarett“ und „Satire“ etikettiert und mit entsprechenden Preisen versehen. Das ist nichts Neues.

Die Kurt-Tucholsky-Gesellschaft verleiht ihren Preis seit 1995 an

engagierte deutschsprachige Publizisten oder Journalisten [sic][…], die der „kleinen Form“ wie Essay, Satire, Song, Groteske, Traktat oder Pamphlet verpflichtet sind und sich in ihren Texten konkret auf zeitgeschichtlich-politische Vorgänge beziehen.
Ihre Texte sollen im Sinne Tucholskys der Realitätsprüfung dienen, Hintergründe aufdecken und dem Leser [sic] bei einer kritischen Urteilsfindung helfen.

Preisträger_innen vor Yücel: Neun weiße Männer, eine weiße Frau.

Aus der Begründung der Jury:

In seiner Kolumne »Vuvuzela«, die während der Fußballweltmeisterschaft 2010 erschien, hat Yücel sowohl den deutschen Spießer als auch die deutsche Spießerin auf angenehme Art entlarvt. Dabei übersteigert er bewusst das nationalistische Element, riskiert lustige Wortspiele sowie einen überdeutlichen Stimmungsumschwung nach der deutschen Niederlage (»Gurkentruppe….«)

„ANGENEHM?“ Geht’s noch?

der braune mob 2010 zu einem Artikel von Yücel aus der Vuvuzela-Reihe:

Die Taz bewirbt sich auch 2010 um den Preis “rassistischste Mainstreampublikation Deutschlands”

Mit einem Artikel vom 23.6.2010, der allen Ernstes übertitelt ist “Meine Damen und Herren! Sorry, liebe N…er!” [Auslassungen von uns […]] und einem Zitat des Gedichts ’10 kleine N…lein’ in einem Artikel über ausscheidende afrikanische Teams […] am 20.6.2010 hat die ‘linke’ Tageszeitung Taz es geschafft, innerhalb von drei Tagen rassistische Witze auf Kosten Schwarzer zu machen.

Nein, natürlich kann man Rassismus nicht dadurch auflösen, dass man ihn reproduziert.

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nymwars, Kurzfassung

The people who most heavily rely on pseudonyms in online spaces are those who are most marginalized by systems of power. “Real names” policies aren’t empowering; they’re an authoritarian assertion of power over vulnerable people.

danah boyd, “Real Names” Policies Are an Abuse of Power
via (Linksammlung zum Thema auf Geek Feminism)

update 14. 6. 2012 – da das Thema nicht unaktueller wird: Geek Feminism Wiki, Who is harmed by a „Real Names“ policy?.

This page lists groups of people who are disadvantaged by any policy which bans Pseudonymity and requires so-called „Real names“ (more properly, legal names).

Telekom-Etikette

Telefon.

kiturak: Hallo?

Typ: Telekom-Irgendwas. Spreche ich mit Frau Schmonz*?

kiturak: (lacht laut) Nein. Das ist mein Mitbewohner.

Typ: Der Anschluss ist auf MännlicherVorname Schmonz angemeldet, da muss ich eben davon ausgehen,

kiturak: Nein, müssen Sie nicht. Was gibt es denn?

Typ: Haben Sie denn überhaupt irgendwas mit dem Telefon- und Internetanschluss zu tun oder macht das alles Herr Schmonz?

kiturak: (verblüffte Pause) Vielleicht kommen wir eher vorwärts, wenn Sie mir Ihr Anliegen nennen.

Typ: (Werbegespräch für Umstellung des jetzigen Telekom-Vertrags auf schnellere Internet-Verbindung)

kiturak: (geht darauf ein und beendet das Gespräch höflich)

Alltag.

*Name geändert. Würde es eigentlich irgendeinem Arsch auffallen, wenn diese Fußnote fehlen würde? Schauen Leute eigentlich noch ans Ende des Textes, wenn sie [Vorname Nachname]* lesen?