Kategorie: Feminismus

Intersektionelle/ feministische Kommentarmoderation

Neue Regel! Neue Regel! CALVINBALL! vom 10. 12. 2011:
Dieser Post ist jetzt gestickyt, das heißt, er bleibt hier auf der Startseite ganz vorn, auch wenn ich in der Zwischenzeit andere Artikel schreibe. Und, ich habe die Überschrift geändert, um sie mehr dem Thema anzupassen, um das es mir hauptsächlich geht.

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Auf die Bank

Despite all the historic and ongoing treatment of men of color as menaces to White womanhood, feminists of color usually have no problem pulling a brother’s coattails when he comes for you, but y’all kinda drag your feet when a White woman does the same to us or our men. And that high school tactic of pleading, “It wasn’t me” doesn’t suffice. I don’t mean to get all vanguardist on y’all, but how about you bench these chicks when they come out of pocket? Seriously, where is the discipline in this movement? I’m not saying to immediately show her the door (although that just might be appropriate on occasion.) Struggle with her if you must, but there has to be serious and immediate consequences for racist behavior even if it’s sending homegirl to an intersectionality boot camp.

Sofia Quintero/ Black Artemis: They’re Going to Laugh at You: White Women, Betrayal, and the N-Word via racialicious

Nachtrag:
Das steht hier als eine Art Selbstverpflichtung für mich als Weiße. Aber auch als Erklärung dafür, warum mir in eigener Sache gern mal der Hut hochgeht, wenn die Bewegungen, die mich so gern für Slutwalks, CSDs und dergleichen rekrutieren wollen, sich einen Dreck darum scheren, dass ihr Umfeld mich nicht gerade willkommen heißt.

Nachtrag 2: Liebe Güte, war das prophetisch. Wer den Nerv für cissexistische hate speech hat, kann bei Luise F. Pusch eine kleine Demonstration davon finden, wie Feminist_innen sich im Zweifelsfall gern auf die Seite der Unterdrücker_innen stellen, solange es keine Unterdrückung ist, unter der sie selbst leiden.

Feministisches Linkfrühstück

I was introduced to the blogosphere by feminist blogs. I was inspired to begin writing for myself again by feminist blogs. I have refined my political and social beliefs because of feminist blogs. I learned to embrace my natural hair (a huge turning point in my life) because of feminist blogs. I am smarter because of feminist blogs. I have made a bunch of really amazing, supportive and whip smart women friends because of feminist blogs. I know more about how other people live because of feminist blogs. I am a published writer because of feminist blogs. And I hate to think of people missing out on some really amazing writers and activists and online spaces, because of some played out stereotype about who feminists are and what they do.

What Tami Said: In support of feminist bloggers (Ja! Ja! Ja!) mit einer rockenden Sammlung von Blogs, für das extra bisschen Ich Kenne Nur Die Hälfte – Verdammt Nochmal, Wann Soll Ich Eigentlich Noch Zum Arbeiten Kommen?!

Ansonsten, via Lauredhel/ Sociological Images: Anita Sarkeesian, Feminist Frequency: Toy Ads and Learning Gender, dort mit komplettem Transcript. Auf Wunsch fang ich an, an einer Übersetzung zu basteln.

Privilegierter Feminismus

Ich habe hier als eins der ersten Dinge geschrieben, dass dies hier in irgendeiner Weise ein feministischer Blog werden wird.

Ich habe aber auch geschrieben,

Wenn sich diskriminierte Menschen ausschließlich auf ihre eigene Benachteiligung fokussieren, merken sie nicht, dass sie ganz selbstverständlich auf allen anderen herumtrampeln, die noch weniger – oder andere – Privilegien haben.

Ich habe mich an der Diskussion zum Thema Butler und CSD auf Mädchenmannschaft nicht beteiligt, vor allem weil ich schlicht anderes getan habe. Ansonsten hatte ich Vertrauen in die Seite (ich mochte den Artikel), und ich versuche in der Regel, Diskussionen zu Rassismus eher bei People of Colour zu verfolgen als in Weiß dominierten Räumen.
Und Weiß dominiert sind in einer rassistischen Gesellschaft nun mal alle Räume, in denen nicht ständig explizit gegen das eigene Weiße Privileg vorgegangen wird. (Also auch mein Blog.)

Nun wurde in dieser Diskussion durch massives Derailing jeder Versuch, die Kritik von Butler ernst zu nehmen und zu untersuchen, konsequent durch eine Vielzahl von Kommentator_innen erstickt, bis der Thread schließlich geschlossen wurde.

Auf dem Mädchenblog wird die Meinung vertreten, die Beweise zu den angeführten Vorwürfen des (nicht bekämpften) Rassismus innerhalb der CSD-Organisation seien bisher noch ausgeblieben, und die Bringschuld liege hier bei Butler/ denen, die auf die Probleme hinweisen.

Abgesehen davon, dass es nicht nur angesichts der Vielzahl genannter Argumente, sondern auch angesichts der einseitig/ rassistisch geführten Thematisierung in der Presse einigermaßen dreist ist, kein Problem mit Rassismus sehen zu wollen:

Das ist eine Strategie der Unterdrückung.

Angesichts eines strukturellen gesellschaftlichen Rassismus muss ein Anspruch, nicht rassistisch zu sein, erst bewiesen werden.
Ein Argument, das darauf hinausläuft, eine soziale Bewegung in dieser Gesellschaft sei als nicht rassistisch zu verstehen, solange das Gegenteil nicht bewiesen wird, zeigt nichts als eine fundamentale Weigerung, Rassismus konsequent als allgemeingesellschaftliches Problem zu behandeln.

Nicht nur der CSD hat ein Problem mit Rassismus.
Diese Gesellschaft hat es, und der (Weiße) Feminismus, und ich mit.