Auf die Bank

Despite all the historic and ongoing treatment of men of color as menaces to White womanhood, feminists of color usually have no problem pulling a brother’s coattails when he comes for you, but y’all kinda drag your feet when a White woman does the same to us or our men. And that high school tactic of pleading, “It wasn’t me” doesn’t suffice. I don’t mean to get all vanguardist on y’all, but how about you bench these chicks when they come out of pocket? Seriously, where is the discipline in this movement? I’m not saying to immediately show her the door (although that just might be appropriate on occasion.) Struggle with her if you must, but there has to be serious and immediate consequences for racist behavior even if it’s sending homegirl to an intersectionality boot camp.

Sofia Quintero/ Black Artemis: They’re Going to Laugh at You: White Women, Betrayal, and the N-Word via racialicious

Nachtrag:
Das steht hier als eine Art Selbstverpflichtung für mich als Weiße. Aber auch als Erklärung dafür, warum mir in eigener Sache gern mal der Hut hochgeht, wenn die Bewegungen, die mich so gern für Slutwalks, CSDs und dergleichen rekrutieren wollen, sich einen Dreck darum scheren, dass ihr Umfeld mich nicht gerade willkommen heißt.

Nachtrag 2: Liebe Güte, war das prophetisch. Wer den Nerv für cissexistische hate speech hat, kann bei Luise F. Pusch eine kleine Demonstration davon finden, wie Feminist_innen sich im Zweifelsfall gern auf die Seite der Unterdrücker_innen stellen, solange es keine Unterdrückung ist, unter der sie selbst leiden.

19 Kommentare

  1. jay

    Hiho.

    Ich möchte dir für deine Beiträge in Puschs Blog danken. Habe den Eintrag erst ein paar Stunden/Tage nach dir gelesen und du hast mir all meine Punkte vornweggenommen. Was gut war, denn nachdem sie nicht nur reichlich privilegiert* auf deine Kommentare antwortete, sondern auch noch diesen transphoben Bullshit nicht nur stehen gelassen, sondern noch relativiert hat, hatte ich echt keine Lust mehr drauf, noch irgendetwas zu schreiben. Gerade bei ihrer Rechtfertigung für diesen wirren, biologistischen Kommentar blieb mir echt der Mund offen stehen. (Warum sagt LFP nicht einfach, dass sie trans*intetr*queer nicht mag oder versteht und/oder verstehen möchte, ansatt anderer Menschen Beleidigungen für sie sprechen zu lassen?)
    Übrigens habe ich diesen Hang zum Unsichtbarmachen von allen nicht-cis-Personen schon des öfteren in lesbischen (und anderen feministschen) Blogs gefunden, gerade wenn es um das gender_gap ging. Das irgendwer unsichtbar werden könnte war egal, solange nur die eigene Position gut dastand.
    Könnte so eine Generationensache sein, zumindest erinnert mich der Artikel zu Feminismus und Generationen, der bei mädchenmannschaft an mir vorbeiscrollte (http://generationendialog.blogsport.de/2011/10/08/analyse-feministischer-generationen/) an diese immer wieder aufkeimende Gender_Gap-Debatte. Wobei es für mich so aussieht, als ginge es eigentlich gar nicht um das Gap, sondern viel mehr um „Nach-unten-Treten“, das Unverständnis für dieses ganze queere Zeug von Seiten der älteren Feminist_innen (was von denen aber gerne nicht so benannt, sondern eben unter Worthülsen versteckt wird) und generell fehlende Solidarität untereinander.

    *damit meine ich aus privilegierter Position heraus, ohne Empathie für die Positionen anderer Personen

    • kiturak

      oh, gern, ich meine, „gern“, heh. Und, ja,

      (Warum sagt LFP nicht einfach, dass sie trans*intetr*queer nicht mag oder versteht und/oder verstehen möchte, ansatt anderer Menschen Beleidigungen für sie sprechen zu lassen?)

      aber hallo.
      Ich finde auch sonst, dass Du recht hast, ich war eigentlich nichtmal richtig überrascht von dem ganzen Tenor dort, also gleich der erste Kommentar mit „ich mach‘ das seit einiger Zeit, aber nur, um nicht immer die „Transphobie“-Vorwürfe zu bekommen“. Das ist doch das feministische Äquivalent zum Männerstammtisch, wo man endlich mal die guten Witze reißen darf. Näh, echt.

      Eine Bitte: Ich hab noch nicht den großen Post dazu geschrieben, aber ich wurde zu Recht darauf hingewiesen, dass die -phobie-Bezeichnungen eigentlich ableistisch sind, mehr dazu hier. Ich würde Dich und alle hier darum bitten, hier die jeweiligen -ismus-Bezeichungen zu verwenden, also in dem Fall Cissexismus – ich find’s auch tatsächlich viel sinnvoller. Ok?

      • jay

        Arghl. Mir fiel es heute morgen (als mein Hirn plöätzlich wieder aufwachte) auch ein, dass ich den Artikel Generationsartikel ja sogar in deinen Kommentaren gesehen hatte. Sorry, ich war wohl gestern abend doch schon zu müde um zu bemerken, dass ich dich auf einen von dir verlinkten Artikel hinwies, aber du hattest meinen Kommentar leider schon freigeschaltet ehe ich nachbessern konnte:/ Ähm naja, dafür ist der Artikel jetzt auch auf deinem Blog noch mal im Zusammenhang verlinkt, aber die Verbindung von Artikel zu LFP hast du natürlich gezogen, nicht ich.

        Oha, danke für die Aufklärung zur *phobie-Sache, werde ich mir gerne durchlesen und mich um Bsserung bemühen, war mir noch nicht bewusst, dass das Wort ableistisch ist.

        • kiturak

          Oha, danke für die Aufklärung zur *phobie-Sache, werde ich mir gerne durchlesen und mich um Bsserung bemühen, war mir noch nicht bewusst, dass das Wort ableistisch ist.

          o.O
          In einer netten Gesellschaft sollte diese Antwort eigentlich völlig normales Verhalten sein, aber wir haben keine nette Gesellschaft, es ist nicht normal, und ich bin SOWAS VON dankbar.😀

  2. ichbins!

    also, ich hab schon immer die Unterzeile gesehen und gut gefunden – auch ohne Quellenangabe. Das neue – nun, es ist weniger zum wohlfühlen, nicht wahr?

  3. Cassandra

    „Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.“ – Hat man jetzt drüben bei fembio beschlossen. Ich bin ja mal gespannt ob das Thema dort noch in irgendeiner Form aufgegriffen wird oder jetzt einfach im Sand verläuft.😦

    • kiturak

      Oh wow! Ich war ja nach meinem Kommentar

      Wenn Sie sich entschließen, hate speech wie die von Lena Vandrey zu veröffentlichen, schaffen Sie allerdings für die, die es angeht, hier keine zumutbaren Voraussetzungen für die Debatte.

      schon draußen und hab‘ mir jetzt nochmal den Rest durchgelesen.

      An Puschs letztem Kommentar fand ich

      Dass nicht so viele den Unterstrich favorisieren, wie Sie das möchten, freut mich – es hätte sich aber auch anders entwickeln können, denn dies ist ein im Prinzip offener Blog.

      interessant, in dem sie elegant darüber hinweggeht, wer die an der Diskussion Teilnehmenden überhaupt waren (und warum).
      Und die moralische Rechtfertigung mit

      Wie ich sehe, haben bisher 28 Personen den “Gefällt-mir-Knopf” gedrückt – das ist mehr Zustimmung als üblich.

      finde ich tatsächlich unfreiwillig komisch.
      Ich mache mich am Besten mal auf in ein … sagen wir, Starcraft II-Forum und frage dort, für wie sinnvoll die Teilnehmenden dort Feminismus halten.
      Mit einer Abstimmung.
      Das Ergebnis ist dann bindend für alle.

      Abgesehen davon, dass die Phantomdebatte darüber, alle trans*- (und intersexuellen!) Menschen wollten mit dem Gender Gap vertreten werden, schon cissexistisch bzw. entwürdigend an sich ist, aber die Nuance ist in der Schlammschlacht auch komplett untergegangen.

      … Das Thema ist bestimmt nicht vom Tisch, aber ich sehe es in Louise F. Puschs Salon in Gesellschaft ihrer befreundeten Künstlerin nicht zu irgendeiner sinnvollen Diskussion mit Respekt für alle Beteiligten kommen.

    • kiturak

      Oh, und danke übrigens für diesen großartigen Punkt:

      Und von mir als Afrodeutsche an das “umfassende” Feminium, das hier von lfp ins Feld geführt wird:

      Auch ich schreibe hin und wieder Texte in der reinen femininen Form um Leute aufzurütteln, “umfassend” ist das Feminium aber alles andere als.

      “Frau”, und das “-in” sind keinesfalls Begriffe die in der Sprache alle Frauen mitmeinen.

      Die starke Begrenztheit des Begriffs sollte man im Hinterkopf behalten wenn man andere Schreibformen aufgrund ihrer (angeblichen) Unzulänglichkeit hin kritisiert.

      Das stimmt völlig. Fast noch mehr für die verräterische „mit der Gender Gap-Schreibweise finden sich dann ALLE wieder!“-Diskussion. Ich muss sehen, ob ich das hier auch noch irgendwo unterbringe.

  4. Pingback: (Un-)Freiwillige Demonstrationsobjekte: « Feministische Generationen
  5. Cassandra

    Da ich drüben bei „Laut und Luise“ nicht kommentieren kann und gerade keine Nerven hab‘ bei der fembio-redaktion anzufragen, ob das eine Sperrung oder einfach nur technische Probleme sind, würde ich gerne meine Antwort an lfp und LV und Dürr hier nochmal hhinterlassen (wenn das für dich doof ist, kiturak, kann das hier aber auch einfach gelöscht werden):

    Hier also mein Beitrag der sich direkt auf lfp’s Kommentar „on 10/27 at 12:06 PM“ und folgende bezieht:

    „@lfp und LV und Dürr

    „Das sehe ich als Linguistin anders.“

    Das sehe ich nun wieder als Realistin anders. Schon immer, auch weit jenseits von Wittig, hat es dass Problem von Ausschlüssen und Diskriminerungen von Frauen/Menschen gegeben die bei „Frau“ und „-in“ und Feminismus mitgemeint sein sollen, es aber in der Praxis nicht sind.

    Ich werde hier jetzt nicht Jahrzehnte von Diskussionen und Kritik aufführen, sondern dass zusammen mit LV’s Kommentar:

    „Welche Frauen sind von der feministischen Linguistik NICHT erfasst? WER ist das? Wer es weiß, soll es bitte sagen…“

    und Dürrs Kommentar:

    „Die Frauen solidarisieren sich einfach nicht.“

    mit diesen beiden Links abfrühstücken:

    http://meloukhia.net/2011/03/why_im_leaving_feminism.html

    http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/apr/10/white-feminism-black-woman-womanism

    Und nein, das sind keine umfassenden Antworten auf die hier aufgeworfen Fragen, sondern Anregungen um vielleicht mal selbst zu recherchieren, wo der Hase im Pfeffer begraben liegen könnte.

    und zu LV nochmal zum ersten:

    Es werden andauernd Dinge gesagt, man muss allerdings auch hinhören wollen.

    und zu LV zum zweiten:

    Durch ihre Aktionen hier werden Bündnisse zwischen trans*Personen und cisPersonen geschädigt, wenn man sich also Gedanken über „Trennen und Herrschen“ macht, sollten sie bei sich anfangen und sich fragen was sie hier eigentlich anrichten.“

    Ein Grund warum mir nicht gerade danach ist, bei der fembio wegen der Probleme anzufragen, ist auch, dass ich gerade fassungslos bin wie unoriginell die „Argumente“ drüben bei lfp sind.

    Ich hätte wirklich gedacht nochmal ein paar Einblick in eine mir unbekannte Feminismuskultur zu erhalten, aber da kommen nur so alte Kamellen wie „Welche Frauen sind denn nicht mitgemeint? Seid meine Erklärbärinnen!“ und „Streitet nicht! Frauen müssen solidarisch sein!“.

    Ich weiß nicht, ich schwanke gerade zwischen (galgenhumoriger) Belustigung und Verzweifelung darüber, wie sich „die große Künstlerin“, „die große Linguistin“ und der Anhang, jedenfalls bei diesem Thema, selbst demontieren.

    Hinter all‘ dem Cissexismus und falschen Umgang damit, steht irgendwie kein Generationenkonflikt oder ein komplexes Missverständnis zwischen verschiedenen Gruppen von Feminist_innen, sondern:

    Die haben schlicht und ergreifend keine Ahnung wovon sie reden.

    Und das lässt mich ratlos, belustigt, frustriert, ich weiß’nicht, zurück.

    Am besten Drück wohl das „flat what“ meine momentane Stimmung aus:
    http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/FlatWhat

    • kiturak

      Das ist garnicht doof! Und,😀 das Video!
      Ich würd mir das bei lfp ja durchlesen, aber heut schaff ich’s wirklich nicht mehr, ganz abgesehen davon, dass es wirklich scheußlich klingt.

      Großartige Artikel hinter den Links. In meiner Erfahrung kommt das erstaunlich wenig an bei denen, bei denen es besonders wichtig wäre, aber trotzdem. Und, dafür lesen es die, die auch nicht einverstanden sind, oder unsicher, und sich freuen.

  6. Zweisatz

    Oioi, der Beitrag von Luise Pusch war ja arg. „Wenn ich eine genderqueere Person wäre, würde ich mich wahrscheinlich auch repräsentiert fühlen“ oder so ähnlich. What?

    Bei mir wirft das die Frage auf, ob man noch andere sprachliche Möglichkeiten nutzen kann, als den Gender_Gap (den ich auch jetzt erst verstanden habe, das kommt davon, wenn man zu viel Englisch liest…).
    Ich habe auf meinem eigenen Blog viel hin- und herexperimentiert mit den Bezeichnungen, habe mir dann eine Reihe von neutralen Pronomen ausgedacht, aber die decken auch nicht alles ab. Z.B. habe ich noch nichts für „der, die, das“ oder Relativpronomen.
    Ganz toll fand ich auch die Schreibweise, in der man einfach abwechselnd männliche und weibliche Formen benutzt, aber da könnte ich auch verstehen, wenn queere, Trans- und Intersexpersonen sich nicht mit eingeschlossen fühlen…

    • kiturak

      Oh! Ich hatte das nur beim allerersten Wort für einen Verschreiber gehalten, dann hab‘ ichs kapiert und fand es super.
      Um irgendwie qualifiziert was sagen zu können, müsste ich auch mehr über den deutschen Kontext wissen, tu ich aber nicht, weil ja eben auch immer in US-Blogs. Ich hatte das aber schon öfters im deutschsprachigen Netz gesucht und nie irgendwas wirklich gefunden, also war ich wieder auf die Unterstrichpronomina zurückgefallen. Kann aber auch sein (sogar fast sicher, nehm ich an), wie gesagt, dass da draußen noch andre Erfinder_innen sind, die wir mal finden könnten. (@Mitlesende: Wisst Ihr was?)
      Abwechselnd männliche und weibliche fänd ich genau aus dem Grund, den Du nennst, doof. Auch die Schrägstrich-Schreibweisen. Für den Plural ist, bis Luise F. Pusch eine bessere Möglichkeit einfällt, der Gender_Gap schon noch Standard. … Mein Standard ^^
      (Oh ja, und an sich ist „Gender_Gap“ auch wirklich nur in der Schreibweise nicht komplett verwirrend. Alle denken immer (zu Recht), ich meine den Einkommensunterschied.)

      • Zweisatz

        Ich sollte wohl besser auf Englisch schreiben, wenn ich da schon meine Bildung herhole.^^ Aber ich kann ja nicht einfach die Probleme meiner Muttersprache ignorieren…
        Hihi, Einkommensunterschied, das macht Sinn.

        Na ja, dann sind wir wieder beim Henne-Ei-Problem, dass man die Leute, die die coolen Sachen schreiben, erst einmal finden muss – und die Suche beginnen, bevor man sicher ist, dass sie existieren.

        Gute Besserung!🙂

  7. Pingback: (Un-)Freiwillige Demonstrationsobjekte: « generationendialog
  8. Uli

    Also Svenja-and-the-City ist der einzige Blog, einer Transperson, den ich kenne. Dort habe ich zwar noch nichts über Sprachentwicklung gelesen, aber es ist aber vielleicht ein Sprungbrett. Ich gucke bzw. frage die Tage/Monate/Zeitalter mal danach.

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