endlich stimmt’s

I do polyamory; I’m pretty sure the best way to describe that is romantic promiscuity.

Emily Emily Emily, Eater of Trees

Best. description. ever.

4 Kommentare

  1. Uli

    Ich bin tatsächlich gar nicht sicher, ob „promiscuity“ keine negativen Konnotationen hat.

    …Wikipedia meint gerade, ja, der Begriff sei häufig geladen, auch wenn er denotativ nicht diskriminierend sei. Sehe ich ähnlich. Ich denke, Emily Emily Emilys Beschreibung lässt sich damit als reclaiming einordnen, richtig?

    Davon abgesehen: Tolle Artikel auf dem Blog!

    • kiturak

      Aber hallo wird das abwertend verwendet. Ich seh’s nur nicht ein, und es ärgert mich jedes Mal. Insofern seh ich es selbst schon – in gewisser Weise – als reclaiming. Dann auch wieder nicht, so wie ich „schwul“ nicht als reclaiming sehen würde, nur weil die halbe Welt plötzlich beschlossen hat, das als Schimpfwort zu verwenden. Dann auch wieder schon, weil nicht-monogames Verhalten hier noch nie generell gut gefunden wurde, und das Wort vermutlich von Anfang an abwertend gedacht war. Nur haben sie den Fehler begangen, es deskriptiv und nicht negativ zu formulieren, also – MEINS.
      Wenn ich jetzt ankomme und reclaime „Schl*mpe“, dann war das nicht nur von je her ein völligst negativ aufgeladener Begriff, sondern es ist auch vom Wort her selbst negativ konnotiert.
      Hier, Wikipedia-Vergleich (Warnung, hate speech):
      Schl*mpe

      Bereits im Deutschen Wörterbuch von 1899 steht, dass die schlampe (..) eigentlich der schlotternde, unordentlich herabhängende weiberrock (ist), und daraus folgernd, dass dann übertragen auf die personen: nachlässig gekleidet, unordentlich, schmutzig einhergehen, auch faul, nachlässig, müszig, mit schleppendem gange einher gehen, lüderlich sich herum treiben: den ganzen tag im hause, auf der strasze herumschlampen.

      Promiskuität

      (von lat. promiscuus „gemeinsam“ und promiscēre „vorher mischen“)

      Sagt natürlich nichts über die Verwendung, klar,

      The term carries a moral or religious judgement and is viewed in the context of the mainstream social ideal

      aber es ist die Frage, ob ich es bei meinem reclaiming mit einem kompletten Konzept von „Ordnung“ (vs. „Schlampigkeit“) aufnehmen muss, oder „nur“ mit der Ablehnung von Nicht-Monogamie.

      • kiturak

        Ach so, und: Ich mochte tatsächlich die mitschwingende gesellschaftliche Ablehnung, weil: Genau das passiert. Ich tue etwas „Normales“, und die Leute werten mich (meine Gefühle, mein Verhalten, meine Beziehungen) dafür ab. Wenn Du/ich/Leute eine unwillkürlich ablehnende Reaktion auf das (an sich deskriptive) Wort haben, ist das exakt das, was mir fast jedesmal passiert, wenn ich mainstream-monogamen Leuten versuche, irgendwie die Bedeutung von „poly“ beizubiegen.
        Es ist auch eine Kampfansage, weil ich mit der Selbstbeschreibung die erste, verurteilende Reaktion schon vorwegnehme.

        … Aber vor allem mag ich die Beschreibung, weil es mich wirklich einfach besser beschreibt als alles. Es sind ja nicht alle poly Menschen gleich, und viele sehen ihre Beziehung zum Beispiel als exklusive Dreierbeziehung, genauso wie die Mehrheit exklusive Zweierbeziehungen hat. Das ist aber überhaupt nicht das, was es für mich bedeutet. Auf mich trifft „romantically promiscuous“ zu, und es wiegt das für mich etwas schwierig zu handhabende „polyamorous“ wieder auf.

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