In diesem Post sind 18 Artikel versteckt. Mindestens. Sucht sie!

Draußen blüht alles gleichzeitig, und da ich nicht von irgendwelchen Allergien geplagt werde, macht mich das nur sehr froh.

Da aber in der Kultur, aus der ich stamme, Fundamentalist_innen die Bevölkerung dazu aufrufen, in dieser Zeit das wichtigste Fest ihrer Religion zu feiern, und sich die gesellschaftlichen, kulturellen Auswirkungen dieser Religion bis in die kleinsten, unauffälligsten Verästelungen der Supermarktregale fortsetzen – sitze ich nun hier und denke darüber nach, kleine, bunte Fruchbarkeitssymbole zwischen Primeln zu verstecken. Obwohl ich seit Jahren … Jahrzehnten? atheistisch bin.

(Das wird natürlich meine kulturell rückständige Familie nicht interessieren, wenn wie jedes Jahr zum Osterfrühstück unser Vater (der von uns allen natürlich gesiezt wird), mit donnernder Stimme aus dem Korintherbrief liest,

Ihr sollt aber wissen, daß Christus das Haupt des Mannes ist, der Mann das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi.

Da mögen noch so viele kommen und erzählen davon, wie im Buch der Bücher auch ganz andere Dinge stünden, Vergebung, Glaube, Liebe, Hoffnung – unterschiedliche Auslegungen, Übersetzungen, historischer Zusammenhang, queere Christ_innen … meine Mutter und ich ducken uns ängstlich hinter den Christbaum, nein FUCK! manchmal bringe ich diese Feste einfach durcheinander – und wissen nicht, was wir mehr fürchten sollen: Den Zorn Gottes, den des kleinen Herrschers über unsere Familie, oder die Ungläubigen. Denn eines ist klar: Es gibt EINE, genau eine Art, eine Religion zu leben. Und die wird festgelegt von EMMA und pi-news.
Sorry, Leute – Menschenfreundlichkeit ist in unserer Religion nicht drin, das hat Pro Köln beschlossen, und die Nation glaubt es.

… was? Ihr meint, das betrifft alles nur den Islam? Die ganze Pauschalisierung, die Ungerechtigkeit, der Rassismus – das geht garnicht gegen die christliche, weiße deutsche Kultur? Na DANN.)

Ich schweife ab!
Ich wollte doch Artikel verstecken.
Es ist so, in meiner langen Blogpause ist einiges passiert, und ich komme nicht annähernd dazu, alles abzudecken. Also pflücke ich wahllos einige kleine, bunte, fruchtbare links heraus, in der Hoffnung, dass sie interessieren.

Vorab: FWD/Forward (feminists with disabilities) haben zum Jahreswechsel aufgehört, obwohl ihre Seite zum Glück weiter online ist.
Gerade die 101 – Kategorie und die Reihe Ableist Word Profile sind für mich nach wie vor immer wieder wichtig.
Vermutlich werd’ ich in den nächsten Tagen für meine Blogroll Ersatz heraussuchen aus den vielen, die es gibt, kann aber jetzt schon empfehlen unter denen, die ich kenne und öfters lese:
Womanist Musings (Hier gibt es die verschiedensten Themen von den verschiedensten Autor_innen unter dem Womanism-Schirm, eben auch zum Leben mit Behinderungen)
this ain’t livin’ (s.e. smith hat auch vorher schon auf FWD/forward geschrieben und kürzlich auch auf Tiger Beatdown – ooh ohh! Hoffentlich bleibt das so) und
Some Assembly Required, ( <3! Special Feature: GAMING. whoo.)
Natürlich gibt es genauso die blogroll auf FWD/Forward zum selber Weitersuchen.

Ansonsten. (wie gesagt! Wichtigkeit ist hier nicht Kriterium! Ich bin nicht die Tagesschau ;))

Das gesamte Internet ist voll davon: “Straight Male Gamer” told to ‘get over it’ by BioWare,
hier auf No More Lost. Genauer gesagt war es David Gaider, der einem entzürnten Dragon-Age 2-Spieler klarmachte, warum sich die Spielgestaltung nicht um die Forderungen homophober Einzelpersonen dreht. Seine Antwort war so unfassbar cool wie (leider) meines Wissens erstmalig in dieser Hinsicht, dass ich jetzt leider das Spiel kaufen muss. Auszug:

The romances in the game are not for “the straight male gamer”. They’re for everyone. We have a lot of fans, many of whom are neither straight nor male, and they deserve no less attention. […]
More than that, I would question anyone deciding they speak for “the straight male gamer” just as much as someone claiming they speak for “all RPG fans”, “all female fans” or even “all gay fans”. You don’t.[…]
And the person who says that the only way to please them is to restrict options for others is, if you ask me, the one who deserves it least. And that’s my opinion, expressed as politely as possible.

Einen kleinen privilegierten Aufruhr gab es um das Thema von white female privilege (hier: resist racism).
Seht es einfach ein, Leute. Die verschiedentlich vorgeschlagenen Umformulierungen, z.B. restructure!

Maybe it should be “white-female privilege” or “female white privilege”?

sind ein anderes Thema.
Ergänzung: What Tami Said: Marginalized people can have privilege

Passend zu Valentinstag und Black History Month gibt es folgende kleine zweiteilige Nettigkeit, Rom-coms, Ars Marginal style.

Not too long ago, there was Black folks and romance – getting it right.

Then I thought, “There’s no reason why we should limit ourselves to Black romance. Why don’t we take on all the rom com bullshit? Let’s subvert the fuck out of what this cliche-ridden drivel shovels to us about sex, love, and romance!”

Als glückliche Konsumentin anspruchsloser Unterhaltungsfilme schätze ich das besonders. Bereits getestet, viereinhalb von fünf kiturak-Herzchen ™: Just Wright.

Jede Menge Teelöffel-Schöpfmöglichkeiten wie immer über Der Schwarze Blog:

Und zuletzt, allophilia: „Scheiss Emanzen!“ – Zur Kontroverse um den Christina Street Day.
Waren wir nicht grad bei privilegierten Marginalisierten? (Weiße) Schwule Männer, manchmal kotzt Ihr mich SOOO sehr an. Wirklich. Herzlichst, kiturak. Vielleicht schreib ich doch noch was dazu.

SO! Viel Spaß beim Suchen. Habt einen schönen Sonnentag!

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