chocolate frosted sugar links

Das diesmal schamlos von geek feminism geklaute Etikettierprinzip sagt auch schon alles darüber, wo ich so viele COOLE Sachen gefunden habe, dass der linkspam-Post unvermeidlich wird:

Ars Marginal. Arts and entertainment for the rest of us: Neue(re) Seite!

So much of the arts and entertainment we get exposed to is by and for straight White guys*. We figured it’s time for us to talk about what we get out of it. Because, frankly, we’re tired of that shit.

Mit gleich dem ersten noch weitergelinkten WTF der Woche, via racialicious, die inzwischen widerrufenen SUPERsinnvollen Castingkriterien für den neuen Hobbit-Film:

“We are looking for light-skinned people. I’m not trying to be… whatever. It’s just the brief. You’ve got to look like a hobbit.”

Yeah, whatever. Was ich so besonders irritierend finde, ist, wie in meiner Erinnerung die Tolkien-Vorlage (und meine Fresse, das Tolkien-Universum ist, äh, problematisch genug, was Rassismus angeht) nichtmal hergibt, dass Hobbits hellhäutig sind.* Pff.

Weiter.
Disalienation: Why Gender is a Text Field on Diaspora. Sarah Mei darüber, warum auf Diaspora die Kategorie: Geschlecht statt der üblichen zwei dropdown-Optionen ein Textfenster zur freien Eingabe hat. Hurra!


15-minute writing exercise closes the gender gap in university-level physics
. Über eine in faszinierendem Ausmaß effektive Strategie, der Bedrohung durch Stereotype entgegenzuwirken, verwendet von Geoffrey Cohen mit Schwarzen Highschool-Schüler_innen und Akira Miyake mit Physikstudentinnen.

Außerdem auf Geek Feminism: Vorlage für eine conference anti-harassment policy!

This is a example anti-harassment policy suitable for most open source, computing, or technology-related conferences. It may be adopted unchanged or tweaked to suit your conference.

Weiter, via Shakesville: Deirdra Kiai ist eine Spieleentwicklerin aus Vancouver, die unglaublich coole, storybasierte kleine Spiele macht, “Socially Conscientious, Personally Meaningful”, die auf ihrer Seite zum frei Spielen stehen!

Via rhizom, der endgültige geistige Konkurs des CSU-Generalsekretärs Alexander Dobrindt.
Wer hilft mir, ein Bestellformular zu entwerfen, mit dem wir bei der CSU unser persönliches Minarett ™ bestellen können, in verschiedenen Größen für alle Gärten zwischen Schlosspark und Blumenkasten? Und, die Frage, die uns alle bewegt: Liefert die CSU das Minarett auch gleich mit dem passenden Garten für alle? Das würde uns freuen.

Quinnae auf Border House schreibt in The Mistress of the Lash Wears Chains über Matriarchate in Fantasy-Welten von D&D bis WoW:

Concomitant with fear of female domination is a sort of parody of female sexual liberation.

It is often cast as something to be feared in these worlds, providing a salacious mixture of male-gaze oriented imagery (the infamous chainmail bikini being standard issue among women in fantasy matriarchies) and the male-nightmare of women overthrowing men and oppressing them both socially and sexually, a thoroughgoing inversion of patriarchy that is rendered far less subtle than its counterpart.

via Der Schwarze Blog/ der braune mob: “Das wird man ja wohl noch sagen dürfen” Wochenendesminar: Erscheinungsformen, Kritik und Analyse des Antimuslimischen Rassismus. Wochenendseminar in Hamburg, 10. bis 12. Dezember.

Zu guter Letzt, hab ich je meine Lieblingscomics auf der Welt erwähnt? Kate Beaton, Hark, a vagrant. <3

Wie immer übrigens seid Ihr eingeladen, Eure Lieblingslinks in die Kommentarspalte zu streuen!

Nachtrag: via racialicious/ sociological images, Fake CVs reveal discrimination against Muslims in French job market, Discover Magazine: Ed Yong über eine Studie von Claire Adida (University of California), David Laitin (Stanford University) und Marie-Anne Valfort (Université Paris I Panthéon Sorbonne), die eine starke Diskriminierung von Muslim_innen auf dem französischen Arbeitsmarkt zeigt.** Gleich nebenan! Aber in Deutschland ist das bestimmt GANZ ANDERS.

*ETA: Echt! Ich war eine von den Freaks, die sich keinen einzigen Herr der Ringe-Film angeschaut haben, um sich nicht die eigenen Fantasiebilder gnadenlos überspielen zu lassen, und in meiner Vorstellung hatten Hobbits immer braune Haut. Fällt mir auch erst jetzt auf. Hab ich da was überlesen?
** Studie auf Französisch auf der Seite von Claire Adida.

6 Kommentare

  1. Uli

    [Triggerwarnung: Jemand erwartet Kekse]

    Yay, Schokolade: Und auf einem Stückchen Zucker verteilt, geht die bittere Medizin gleich viel leichter runter. ;-)

    Marginal Arts’ Rudolphartikel ist auch ganz großes Kino. Genau das hat mich irgendwo auch immer an diesen disneyhaften Jemand-Missachtetes-beweist-sich-Geschichten gestört.

    Diaspora mit dem Gender-Textfeld und der präzisen Steuerbarkeit von Informationen klingt viel versprechend, jedoch bin ich immer noch ein Gegner von sozialen Netzwerken allgemein. Vielleicht probiere ich es mal mit einem Fake Account aus.

    • kiturak

      Ha! Den Rudolph-Artikel hatte ich noch garnicht gelesen. Sehr cool. Ist das der richtige Zeitpunkt, um zu erzählen, dass ich die ganze Geschichte garnicht kannte?

      Diaspora geht vorerst noch nur auf Einladung, “private alpha”, keine Ahnung, wann sie unbeschränkt aufmachen wollen. Aber so wie ich es verstanden habe, kannst Du dann gleich wieder 5 neue Leute einladen, also Schneeball, und so klein dann auch nicht. Ich meine, wenn es schon bei *mir* angekommen ist ;)

      Meine Theorie ist im Übrigen: Es gibt keine fake-Accounts. Jeder Account ist ein Account! Auch wenn er nur “kiturak” heißt, und nichts groß weiter drinsteht. (Oder willst Du behaupten, mein Blog sei ein fake-Blog?!) Falls Du Dich Helmut Kohl nennst, können wir weiterreden :D

      Und, weiterhin keine Kekse! Wenn Dir die Texte nicht schmecken, such Dir gefälligst Lolcats! Oder sowas. Und heul hier nicht rum!

    • kiturak

      @ Kekse, und alle: Überlegt doch auch mal, was das für ein Kompliment ist an die Person, die den Text geschrieben hat!
      “Jetzt hab ich mich mühsam durch alles durchgequält, dafür will ich aber jetzt schon eine Belohnung!”
      im Gegensatz zu, zum Beispiel:
      “Cool, ich les’ Deine Texte so gern, und dieser hier war besonders lustig/interessant/irgendwas!”

      Sprich, wenn Ihr den Text mochtet, braucht Ihr vermutlich keine Belohnung (also, so geht mir das, ich les ja auch nicht, damit sich danach jemand bei mir bedankt? Ich lese, weil ich das will!), werdet aber vermutlich ohnehin vollgekrümelt werden, falls Ihr das im Nachhinein äußert: Weil mich das ungemein freut, wenn Menschen mit diesem Kram hier was anfangen können.

      Wenn Ihr einen Text nicht mögt und aus irgendeinem Grund trotzdem zu Ende gelesen habt, nehme ich gern Rumgemäkel entgegen! Vielleicht gibts sogar Kekse!

      Aber wenn Ihr Euch durch Kram hier durchkämpft aus irgendeinem diffusen Pflichtgefühl, tut mir das nicht nur sehr leid für uns alle, sondern kann ich Euch leider einfach nicht helfen.
      Pflichtgefühl, persönliche Ausgabe: Bitte nicht lesen, wenn Ihr es unspannend findet! Ich bin Euch nicht dankbar dafür, keinen Spaß mit meinen Texten zu haben.
      Pflichtgefühl, politische Ausgabe: Keine Kekse.

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